Raum schafft Atmosphäre

Raum schafft Atmosphäre – Atmosphäre schafft Raum

Adventszeit. Das nasskalte Wetter draußen lädt uns nach drinnen ein und die weihnachtliche Beleuchtung bittet uns, zur Ruhe zu kommen.

Raum schafft Atmosphäre. Er beeinflusst unser Gefühl, kann uns inspirieren und kognitiv fördern.

„Erst formen wir unsere Räume, dann formen sie uns.“ (Winston Churchill)

Im Design Thinking spielt der Raum, in dem sich das Team bewegt, eine zentrale Rolle. Tim Brown, CEO und Präsident der Design Thinking Agentur IDEO, sagte hierzu „Design Thinking ist verkörpertes Denken, verkörpert in Teams und Projekten, aber auch in den physischen Räumen der Innovation.“ Der Raum hat Einfluss auf die Teamdynamik, auf die Ergebnisse und auf die Freude am Arbeiten. Ein guter Raum soll stimulieren, die Kreativität anregen, zum Reflektieren einladen, die Zusammenarbeit fördern und vor allem zweckdienlich sein. Hierfür braucht es Freiraum und Flexibilität.

Freiraum. Weniger ist mehr. Mit genügend Freiraum kann sich Kreativität entfalten. Dann können Räume das tun, wozu sie da sind – Raum geben. Eine überladene Umgebung erdrückt. Kreativität braucht Freiheit und Freiraum. Im DesignThinking Prozess bietet genügend Fläche zudem Platz, um die zusammengetragenen Forschungsmaterialien, Fotos, Storyboards, Konzeption und Prototypen zu beherbergen. Wenn die Projektmaterialien ständig sichtbar und zugänglich sind, kann das Team Muster erkennen. Und diese kreative Synthese kommt sehr viel eher zustande, als wenn diese Ressourcen in Aktenordnern, Notebooks oder PowerPoint Präsentationen versteckt wären.

Flexibilität. Das Team sollte sich nicht den Raum anpassen müssen, sondern der Raum sollte sich an die Bedürfnisse des Teams anpassen. Und gerade im Design Thinking verändern sich die Bedürfnisse sehr schnelle und häufig: stilles Arbeiten bei der Recherche am PC, Austausch der Erkenntnisse im Team, sammeln von Daten z.B durch eine qualitative Befragung, Fokussierung in der Phase des Point of Views, Brainstorming mit Unterstützung durch eine anregenden Umgebung, Prototyping einer Idee. Die Gruppen- und Individualarbeitsphasen wechseln sich ab, so auch die Wünsche und Bedürfnisse des Teams an den Raum.

Flexible Möbel und stapelbares Material unterstützen dabei, sich auf die Gruppen und Individualarbeitssituation schnell anzupassen. Whiteboards, beschreibbare Wände und Flipcharts helfen, die Arbeitsergebnisse festzuhalten. Letztlich ist die Ausstattung jedoch eher zweitrangig, solange der Raum mit seiner Einrichtung und den Materialien genügend Flexibilität bietet, sich auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse einzustellen.

Flexibilität des Raumes fördert die Flexibilität im Denken. Mit der unterschiedlichen Nutzung eines Raumes kann der Wechsel zwischen divergentes und konvergentes Denken unterstützt werden. Und durchaus kann es auch mal ratsam sein, die Räume zu wechseln. Einen anderen Ort aufzusuchen, der nicht im Zusammenhang zum Alltag steht, der ein anderes Ambiente bietet und eine andere Stimmung erzeugt.

Atmosphäre. Die Atmosphäre ergibt sich durch die Umgebung, Einrichtung und Materialien. Ein Raum kann verspielt bereichert werden und so durch artfremde und verrückte Dinge wie Gummibooten, Hängematten oder Duschvorhängen die Kreativität anregen, denn regelkonforme Räume bringen oft nur regelkonforme Ideen hervor. Dabei ist es eine Gradwanderung zwischen zu viel und zu wenig. Manchmal sind es die kleinen Dinge, die dem Raum eine kreative Atmosphäre geben. Das passende Licht tut sein Übriges. Und letztlich sind es die Menschen im Raum, die den Raum einzigartig werden lassen und den Wohlfühlcharakter stärken. Und da wo sich der Mensch wohlfühlt, funktioniert Design Thinking am besten.

 


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